Löhne erneut angepasst

Der Steuerabschluss 2024 schliesst 1,5 Mio. Franken tiefer als budgetiert. Vor allem die Gewinnsteuern juristischer Personen fielen deutlich tiefer aus.

Der Gemeinderat posiert anlässlich der Einweihung des Pumptracks beim Sportplatz Scharten. Alex Spichale

Vizeammann Markus Maibach (SP) musste an der Medienkonferenz zur Einwohnerratssitzung vom 6. März einen negativen Steuerabschluss 2024 präsentieren. 65,97 Mio. Franken hatte die Gemeinde für das Jahr 2024 budgetiert. Rund 1,5 Mio. Franken oder 2,3 % tiefer fiel der Steuerertrag aus: «Die grösste Überraschung ergab sich bei den Gewinnsteuern juristischer Personen.» Die fehlenden 1,5 Mio. sind in diesem Bereich verloren gegangen. Im Vergleich mit 2023 resultierten rund 1,7 Mio. Franken weniger Steuereinnahmen.

Weniger Einkommenssteuern

Auch bei den Einkommens- und Vermögenssteuern wurde das Budget um rund 1,06 Mio. Franken oder rund 2 % unterschritten. Mit rund 50 Mio. Franken sind die Einnahmen im Vergleich zu 2023 nahezu unverändert geblieben. 2,17 Mio. Franken betragen die Quellensteuererträge, was einem Mehrertrag von 470000 Franken gegenüber dem Budgetwert entspricht. Ebenfalls positiver fielen die Sondersteuern aus: Rund 2,85 Mio. konnten eingenommen werden. Bei den Nach -und Strafsteuern waren es 400000 Franken weniger als angenommen und bei den Erbschafts- und Schenkungssteuern minus 150 000 Franken. Mehreinnahmen gab es dafür bei den Grundstückgewinnsteuern mit 960000 Franken.

Löhne im Gemeinderat angepasst

Im Hinblick auf das neue Verwaltungsmodell mit Geschäftsleitung soll die Entschädigung für den Gemeindeammann, den Vizeammann und die übrigen Gemeinderatsmitglieder auf die Amtsperiode 2026 bis 2029 angepasst werden. Den Vorschlag des Gemeinderates wies der Einwohnerrat am 12. Dezember 2024 zurück. Am runden Tisch vom 23. Januar mit Parteien und Fraktionen konnte man sich einigen. Für das 80 %-Pensums des Gemeindeammanns sollen 152000 Franken gezahlt, der Herr oder die Frau Vizeammann – Vizeammann Markus Maibach tritt nicht mehr an – soll mit 51000 Franken jährlich für ein 30 %-Pensum entlöhnt werden. Für die übrigen fünf Gemeinderatsmitglieder sind es je 42500 Franken jährlich für ein 25 %-Pensum. Mit dieser Anpassung würden sich jährliche Einsparungen von 104500 Franken gegenüber der heutigen Entschädigungsregelung ergeben.

3,285 Mio. für LED-Licht

Der Gemeinderat beantragt dem Einwohnerrat einen Kredit von 3,285 Mio. Franken für den Ersatz der Leuchtmittel in den Liegenschaften des Verwaltungsvermögens. Gemeinderat Martin Egloff (FDP) erklärte, dass bislang nur 15 % der Beleuchtungen in den Liegenschaften ausschliesslich mit LED betrieben seien. Ab Februar 2027 sind nur noch LED-Lampen gemäss der EU zugelassen. Die Schweiz hat diese Verordnung übernommen. Im Fall der Gemeinde Wettingen bedeutet dies, dass bis Ende 2028 die Beleuchtungen aller Verwaltungsliegenschaften auf einen zeitgemässen Stand gebracht werden.

Mit dem kommunalen Energieplan hat der Gemeinderat Wettingen einen behördenverbindlichen Plan beschlossen. Die Gemeinde orientiert sich am Netto-null-Ziel 2050 des Bundes und des Kantons. Mit Hilfe eines externen Planers konnten erneuerbare Energiepotenziale für die Wärmeversorgung ausfindig gemacht werden. Diese betreffen Bereiche wie die Abwärme aus Kehrichtverbrennungsanlagen, Umweltwärme, Wärme aus Grund- und Flusswasser, Solaranlagen, Wärmepumpen oder Potenziale für Wärmeverbunde.

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